

In der heutigen Zeit sind allergische Erkrankungen immer weiter auf dem Vormarsch.
Nicht nur Erwachsene sondern auch immer mehr Kinder sind davon betroffen! Die
Beschwerden reichen von Heuschnupfen mit Niesreiz und Augenjucken über
Neurodermitis und Hautekzeme mit Bläschen oder Quaddeln bis hin zum allergischen
Asthma. Allergien sind keine Bagatellerkrankungen! Sie können chronisch
werden, im Falle eines allergischen Schocks sogar tödlich enden und gehen
mit hohen Einbußen an Lebensqualität einher.
Das Allergiker ABC erklärt Allergie-Betroffenen und deren Angehörigen,
aber auch allen Interessierten, warum ein Organismus überhaupt allergisch
reagiert und welche Auslöser in Frage kommen können. Es informiert über
Möglichkeiten der Diagnostik und der Behandlung. Darüber hinaus werden
natürlich auch aktuelle Informationen und Neuigkeiten aus Wissenschaft und
Forschung vorgestellt. Das Allergiker ABC wird halbjährlich überarbeitet.
Seine übersichtliche alphabetische Gliederung ermöglicht dem Leser
eine schnelle Orientierung.
Zu den guten Eigenschaften des Calciums gehört seine
antiallergische Wirkung bei hoch dosierter oraler Anwendung und bei parenteraler
Applikation durch den Arzt. Da Calcium die Zellmembranen stabilisiert und dadurch
die Histaminfreisetzung aus den Mastzellen unterdrückt, ist das Mineral
für Allergiker von elementarer Bedeutung. Es wird eingesetzt bei allergischer
Rhinitis, bei allergischer Reaktion auf Insektenstiche sowie zur Vorbeugung und
Behandlung einer Sonnenallergie. Als Empfehlung gilt, bereits ein bis zwei Wochen
vor Beginn des "Urlaubs in die Sonne" eine tägliche Calciummenge
von 500-1500 mg zuzuführen. Während des Urlaubs sollte dann diese Dosis
beibehalten werden.
Auf was sollte man achten?
Während eine Calcium-Injektion vom behandelnden Arzt sehr sorgsam und langsam
intravenös gesetzt werden muss, damit es nicht zu unangenehmen Begleiterscheinungen
kommt, verursacht die orale Verwendung von Calcium-Trinkampullen oder Brausetabletten
keine Applikationsprobleme.
Es genügen zumeist ein bis zwei Brausetabletten pro Tag , um einen spürbaren
Effekt zu erzielen. Wichtig ist dabei nicht allein die Deklaration eines
Calciumproduktes, sondern vielmehr die richtige pharmazeutische Zubereitungsart
(Galenik) sowie die letztendlich vom Körper verwertete Substanzmenge (Resorptionsquote
und Bioverfügbarkeit).
Bei der Kreuzallergie handelt es sich um eine Allergieform, bei der gegen ein spezifisches Allergen gebildete Antikörper auch mit anderen Allergenen reagieren. Die Kreuzallergie beruht auf einer Ähnlichkeit der allergenen Strukturen, z.B. bei chemisch ähnlichen Substanzen oder bei enger botanischer Verwandtschaft bei Blütenpollen oder pflanzlichen Nahrungsmitteln. Viele Pollenallergiker reagieren beispielsweise unmittelbar nach dem Verzehr von Äpfeln, Pfirsichen oder Nüssen mit einem Juckreiz an den Lippen, mit Kratzen im Hals und ähnlichen Phänomenen. In einigen Fällen werden allergische Reaktionen berichtet, die zu einem Juckreiz am ganzen Körper oder sogar zum allergischen Schock führen. Kreuzallergien können aber auch bei Medikamenten (z.B. Penicillin) vorkommen. Bei Vorliegen einer Kreuzallergie kann auch der erste Kontakt mit einer Substanz zu einer allergischen Reaktion führen. Die Ursache hierfür sind Allergene aus der entsprechenden Substanz, die ins Blut gelangen und so über den ganzen Körper verteilt werden. Die körpereigenen Antikörper halten diese Allergene fälschlicherweise für schon einmal bekämpfte Stoffe und leiten so die allergische Reaktion ein. Allergiker, die einen Heuschnupfen während der Sommermonate entwickeln und vorwiegend auf Pollen von Gräsern und Kräutern reagieren, sind oft von einer gleichzeitigen allergischen Reaktion durch unterschiedliche Gewürze betroffen. Wenn Beifuß beispielsweise das auslösende Pollenallergen liefert, ist beim Genuss von Sellerie, Karotten, Paprika und Knoblauch, aber auch bei Gewürzen wie Pfeffer, Anis, Curry oder Zimt Vorsicht geboten. Ist der Organismus auf Pollen des Roggens oder anderen Getreides allergisch, kann sich durch Mehl und die entsprechenden Backwaren, durch Sojaprodukte oder Erdnüsse eine Kreuzreaktion einstellen. Entscheidend ist also die chemische Ähnlichkeit der allergen wirkenden Substanzen. Und diese Ähnlichkeit liegt bei den Allergenen der Blütenpollen und den Allergenen aus bestimmten Nahrungsmitteln leider vor. Eine Erklärung liegt in der botanischen Verwandtschaft von Blütenstaub und Früchten. Das Phänomen dieser Kreuzreaktionen zwischen eingeatmeten Pollen und gegessenen (oral aufgenommenen) Lebensmitteln wird von den Wissenschaftlern und Allergologen deshalb gelegentlich auch als "orales Pollensyndrom" bezeichnet.
Wer ernsthaft unter einer allergischen Symptomatik leidet, sollte einen Allergologen zu Rate ziehen. Mit verschiedenen Allergietests kann der Arzt herausfinden, auf welche Allergene der Patient reagiert.
Mit einem Radio-Allergo-Sorbens-Test (RAST) wird das Blut des Patienten auf Antikörper gegen bestimmte Allergene untersucht. Dieser teure und aufwändige Test ist nur selten nötig, z.B für Neurodermitiker mit gereizter Haut, die keine Hauttests erlaubt.
Die gezielte Reaktion eines Organs auf ein Allergen lässt sich mit dem Provokationstest untersuchen. Dazu wird beispielsweise auf die Nasen- oder Augenschleimhaut eine definierte Menge des Allergens aufgetragen und die Reaktion gemessen. Vorher muss mit einer allergenfreien Lösung ausgeschlossen werden, dass die Schleimhaut nicht bereits gereizt ist. Der Nachteil dieses Tests: Pro Tag kann immer nur ein Allergen untersucht werden. Eine Variante des Provokationstests ist der Nasale Applikator-Test. Bei diesem recht neuen Testverfahren werden kleine Scheiben mit Testallergenen in die Nase eingeführt. Die Auswertung im Labor zeigt, ob Antikörper gegen das Allergen gebildet wurden.
Allergien lassen sich meist sehr gut mit Hauttests untersuchen,
weil die Haut auf einen entsprechenden Reiz hin schnell reagiert. Bei den meisten
Hauttests werden auf der Innenseite des Unterarms (manchmal auch auf dem Rücken)
Allergenlösungen aufgetragen oder gespritzt. Die Lösungen enthalten
das möglichst reine Allergen. Als Kontrollen dienen eine hundertprozentige
Histaminlösung, die in jedem Fall eine Reaktion auslösen muss, und
eine harmlose Kochsalzlösung. Sollte die Haut bereits auf diese garantiert
allergenfreie Lösung reagieren, kann es sich nur um einen mechanischen Reiz
handeln: Ein Test wäre nicht aussagefähig. Etwa zehn Tage vor einer
Untersuchung müssen Medikamente zur Behandlung der Allergie abgesetzt werden,
um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
Folgende Hauttests sind verbreitet: